Sonntag, 11. Januar 2009
Samstag, 10. Januar 2009
Oh wie schön ist Panama!
Oh wie schön ist Panama!
„Warum schmeckt die Frikadelle nach Leber, obwohl keine Leber drin ist? Wie macht der das??!!“
„Warum ist das so lecker, obwohl ich gar nicht in der Küche war?“
An unserem Tisch speist zuweilen ein Erfurter Koch…übrigens sehr nett.
„Abnehmen?! Ach, damit fange ich zu Hause an! Dank meiner Fülle haben ich eben auch mehr Platz für die inneren Werte“…
„Möchten Sie Wasser, Madame?“
„Nein, danke, das schmeckt mir zu wässrig.“
Die Dame haben wir nicht näher kennen gelernt…
Aber ich wollte ja von einem ganz anderen Wasser berichten: dem Panamakanal!
4.30h – Aufstehen! Das Abenteuer Panama-Kanal beginnt! Eigentlich sehe ich noch nichts, aber Uli meint, auch das dürfe man sich nicht entgehen lassen!
Der Käpten hat mal wieder aufs Gas gedrückt und so sind wir ganz vorne in der Schlange und dürfen in einem Konvoi von einem Frachter (vor uns) und einem weiteren Kreuzfahrtschiff (neben uns) in die erste Schleuse vorrücken.
Natürlich sind vorher etliche Lotsen an Bord gekommen und haben erst etliche Tassen Kaffe getrunken – doch bei Sonnenaufgang haben wir die erste Schleuse erreicht und können beobachten, wie der Containerfrachter vor uns in kürzester Zeit in seinem ‚Kabuff’
gehoben wird. Zuvor haben sogenannte ‚Mulis’, starke Zahnradbahnen (made in Swizzerland) das Schiff an die Leinen genommen. Rechts und links vom Rumpf bleiben nämlich oft nur wenige Zentimeter, da wird dann immer mal ein wenig nach rechts oder links mit Hilfe der Seile korrigiert.
Nachdem der Frachter in die zweite Kammer gewechselt ist, fahren erst wir und dann – parallel zu uns – der Kreuzfahrer ‚Rotterdam’ jeweils in die erste Kammer ein. Wir winken einander freundlich von Bord zu Bord zu, wenn auch einige höchst gelangweilte Passagiere drüben ihr Frühstück auf dem Balkon einnehmen und das Schauspiel keines Blickes würdigen. Wahrscheinlich haben die Ärmsten schon oft diese Durchfahrt machen ‚müssen’…
Unglaublich schnell steigt auch unter unserem Kiel der Wasserstand. (Wenn man bedenkt, wie lange es zu Hause braucht, bis die Badewanne voll gelaufen ist!); wir steigen auf in die zweite Kammer und ebenso bald in die dritte und letzte. Wir befinden uns jetzt auf dem (künstlich angelegten) Cancun-See und sind um 26 Meter höher als zuvor in der Karibik!
Urwald rechts – Urwald links.
Glücklicherweise sieht man keine Moskitos, aber geben gibt’s sie wohl schon. Beim Bau des Kanals hat es viele Tote gegeben, auch infolge von Gelbfieber und Malaria. Wir sind mitten auf dem See und werden verschont. Passagiere allerdings berichten, dass es bei einer anderen Fahrt vorgekommen sei, dass Tausende von Insekten morgens an Deck gefunden wurden und mit Schaufeln beseitigt werden mussten. IIihh!
„Warum schmeckt die Frikadelle nach Leber, obwohl keine Leber drin ist? Wie macht der das??!!“
„Warum ist das so lecker, obwohl ich gar nicht in der Küche war?“
An unserem Tisch speist zuweilen ein Erfurter Koch…übrigens sehr nett.
„Abnehmen?! Ach, damit fange ich zu Hause an! Dank meiner Fülle haben ich eben auch mehr Platz für die inneren Werte“…
„Möchten Sie Wasser, Madame?“
„Nein, danke, das schmeckt mir zu wässrig.“
Die Dame haben wir nicht näher kennen gelernt…
Aber ich wollte ja von einem ganz anderen Wasser berichten: dem Panamakanal!
4.30h – Aufstehen! Das Abenteuer Panama-Kanal beginnt! Eigentlich sehe ich noch nichts, aber Uli meint, auch das dürfe man sich nicht entgehen lassen!
Der Käpten hat mal wieder aufs Gas gedrückt und so sind wir ganz vorne in der Schlange und dürfen in einem Konvoi von einem Frachter (vor uns) und einem weiteren Kreuzfahrtschiff (neben uns) in die erste Schleuse vorrücken.
Natürlich sind vorher etliche Lotsen an Bord gekommen und haben erst etliche Tassen Kaffe getrunken – doch bei Sonnenaufgang haben wir die erste Schleuse erreicht und können beobachten, wie der Containerfrachter vor uns in kürzester Zeit in seinem ‚Kabuff’
gehoben wird. Zuvor haben sogenannte ‚Mulis’, starke Zahnradbahnen (made in Swizzerland) das Schiff an die Leinen genommen. Rechts und links vom Rumpf bleiben nämlich oft nur wenige Zentimeter, da wird dann immer mal ein wenig nach rechts oder links mit Hilfe der Seile korrigiert.
Nachdem der Frachter in die zweite Kammer gewechselt ist, fahren erst wir und dann – parallel zu uns – der Kreuzfahrer ‚Rotterdam’ jeweils in die erste Kammer ein. Wir winken einander freundlich von Bord zu Bord zu, wenn auch einige höchst gelangweilte Passagiere drüben ihr Frühstück auf dem Balkon einnehmen und das Schauspiel keines Blickes würdigen. Wahrscheinlich haben die Ärmsten schon oft diese Durchfahrt machen ‚müssen’…
Unglaublich schnell steigt auch unter unserem Kiel der Wasserstand. (Wenn man bedenkt, wie lange es zu Hause braucht, bis die Badewanne voll gelaufen ist!); wir steigen auf in die zweite Kammer und ebenso bald in die dritte und letzte. Wir befinden uns jetzt auf dem (künstlich angelegten) Cancun-See und sind um 26 Meter höher als zuvor in der Karibik!
Urwald rechts – Urwald links.
Glücklicherweise sieht man keine Moskitos, aber geben gibt’s sie wohl schon. Beim Bau des Kanals hat es viele Tote gegeben, auch infolge von Gelbfieber und Malaria. Wir sind mitten auf dem See und werden verschont. Passagiere allerdings berichten, dass es bei einer anderen Fahrt vorgekommen sei, dass Tausende von Insekten morgens an Deck gefunden wurden und mit Schaufeln beseitigt werden mussten. IIihh!
Mittwoch, 7. Januar 2009
Curacao
Curaçao
Wir wachen auf und reiben uns die Augen – sind wir über Nacht etwa Richtung Niederlande gesegelt? Bunte Häuserfronten rechts und links vom Schiff, wir fahren durch den engen Kanal (Sint.Anna-Baai) in einen der größten Naturhäfen der Welt. Hier sieht man schnell, dass Curaçao hauptsächlich von der Ölraffinerie lebt.
Die MS Amadea dreht im Hafen und legt danach direkt an der Königin-Emma-Pontonbrücke an, welche die beiden Ortsteile von Willemstad, Punda und Otrabanda , verbindet. Wenn sie für durchfahrende Schiffe geöffnet wird, übernimmt eine kostenlose kleine (Personen-)Fähre die Verbindung von der einen Seite der Bucht zur anderen. Seit 1974 muss der Autoverkehr über die neue Bogenbrücke (Königin-Juliana-Brücke) fahren.
Curaçao ist eine kleine Insel, misst in der Länge 60km, und in der Breite 12km. Sie hat wenig Bodenerhebungen und leidet daher oft unter Trockenheit. Hier leben knapp 140.000 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, sie sprechen Niederländisch, doch untereinander wird auch oft Papiamento gesprochen, ein Gemisch aus Portugiesisch, Arawak, westafrikanischen Sprachen, Englisch und Holländisch.
Wir beginnen einen Spaziergang durch die bunten Gassen von Willemstad und treffen den Gouvaneur der Insel, der gerade in seine Limousine steigt und uns freundlich zuwinkt. Überhaupt sind die Bewohner der Insel überaus freundlich, sie haben und nehmen sich Zeit und locken mit farbenprächtigen Stoffen, günstigen Uhren und Kosmetik und Parfum.
Leider fehlt uns die Zeit zu einem wirklich ausgedehnten Bummel, denn wir wollen ja noch einen Blick in die Mikwe-Israel-Emanuel-Synagoge werfen, welche als die älteste Synagoge der westlichen Welt gilt (1732). Doch wir können sie nur von außen betrachten und nutzen die kurze Zeit noch, den berühmten Schwimmenden Markt zu besuchen; hier legen Boote aus Venezuela an, die ihre frischen Waren und Fisch direkt vom Wasser aus anbieten. Curaçao ist auf diese Lieferungen angewiesen, denn die Insel selbst ist nicht sehr fruchtbar.
Schade, dass wir dieser freundlich bunten Insel nicht mehr Zeit widmen können!
Gestern Abend hatten wir übrigens noch an Bord ein besonderes Ereignis: Wir haben den Weihnachtswunschbaum Neptun geopfert. Das gesamte Phoenix-Team trug, ganz in Schwarz, gekleidet, mit Trauermusik begleitet, den Weihnachtsbaum auf Deck 8 und der Kapitän hielt eine kleine Dankesrede an Neptun. Möge er unsere kleinen oder größeren Wünsche erfüllen!
Wir wachen auf und reiben uns die Augen – sind wir über Nacht etwa Richtung Niederlande gesegelt? Bunte Häuserfronten rechts und links vom Schiff, wir fahren durch den engen Kanal (Sint.Anna-Baai) in einen der größten Naturhäfen der Welt. Hier sieht man schnell, dass Curaçao hauptsächlich von der Ölraffinerie lebt.
Die MS Amadea dreht im Hafen und legt danach direkt an der Königin-Emma-Pontonbrücke an, welche die beiden Ortsteile von Willemstad, Punda und Otrabanda , verbindet. Wenn sie für durchfahrende Schiffe geöffnet wird, übernimmt eine kostenlose kleine (Personen-)Fähre die Verbindung von der einen Seite der Bucht zur anderen. Seit 1974 muss der Autoverkehr über die neue Bogenbrücke (Königin-Juliana-Brücke) fahren.
Curaçao ist eine kleine Insel, misst in der Länge 60km, und in der Breite 12km. Sie hat wenig Bodenerhebungen und leidet daher oft unter Trockenheit. Hier leben knapp 140.000 Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, sie sprechen Niederländisch, doch untereinander wird auch oft Papiamento gesprochen, ein Gemisch aus Portugiesisch, Arawak, westafrikanischen Sprachen, Englisch und Holländisch.
Wir beginnen einen Spaziergang durch die bunten Gassen von Willemstad und treffen den Gouvaneur der Insel, der gerade in seine Limousine steigt und uns freundlich zuwinkt. Überhaupt sind die Bewohner der Insel überaus freundlich, sie haben und nehmen sich Zeit und locken mit farbenprächtigen Stoffen, günstigen Uhren und Kosmetik und Parfum.
Leider fehlt uns die Zeit zu einem wirklich ausgedehnten Bummel, denn wir wollen ja noch einen Blick in die Mikwe-Israel-Emanuel-Synagoge werfen, welche als die älteste Synagoge der westlichen Welt gilt (1732). Doch wir können sie nur von außen betrachten und nutzen die kurze Zeit noch, den berühmten Schwimmenden Markt zu besuchen; hier legen Boote aus Venezuela an, die ihre frischen Waren und Fisch direkt vom Wasser aus anbieten. Curaçao ist auf diese Lieferungen angewiesen, denn die Insel selbst ist nicht sehr fruchtbar.
Schade, dass wir dieser freundlich bunten Insel nicht mehr Zeit widmen können!
Gestern Abend hatten wir übrigens noch an Bord ein besonderes Ereignis: Wir haben den Weihnachtswunschbaum Neptun geopfert. Das gesamte Phoenix-Team trug, ganz in Schwarz, gekleidet, mit Trauermusik begleitet, den Weihnachtsbaum auf Deck 8 und der Kapitän hielt eine kleine Dankesrede an Neptun. Möge er unsere kleinen oder größeren Wünsche erfüllen!
Dienstag, 6. Januar 2009
Venezuela
Venezuela
Am frühen Morgen schälen sich langsam aus den Wolken hohe Berge – wir nähern uns dem Hafen La Guaiara und blicken auf die Küste Venezuelas.
Der Anlegevorgang ist nicht einfach und auch der Zugang an Land wird offenbar nicht ganz so schnell und unkompliziert gestattet wie in all den anderen Ländern zuvor. Wir werden als Touristen zwar wahrgenommen, aber nicht besonders willkommen geheißen. Das Land hat viele Probleme, nicht erst in den letzten 5 Jahren, in denen Chavez das Regiment führt. Obwohl Venezuela aufgrund seiner Erdölvorkommen das reichste Land Südamerikas ist, hat die Bevölkerung wenig von diesem Reichtum.
Da es nicht empfehlenswert ist, hier auf eigene Faust loszuziehen, fahren viele Busse mit Passagieren der Amadea ins 20km entfernte Caracas, die Hauptstadt Venezuelas. Die Heiligen Drei Könige werden auch hier mit einem Feiertag geehrt, so dass wir schnell vorankommen und nicht im legendär dichten Verkehr stecken bleiben.
Unterwegs bekommen wir einen ersten Eindruck von der Armut der Venezolaner: Überall an den Hängen der Berge kleben kleine Hütten und Bretterbuden, jederzeit vom Abrutschen bedroht – so wie vor einigen Wochen, als es hier tagelang ohne Unterlass regnete.
Der Grund und Boden gehört dem Staat, doch sobald ein Dach auf der Hütte ist, können sich die Bewohner als Besitzer des ‚Hauses’ eintragen lassen. Oft führen nur endlos lange Treppen zu diesen Hütten; bis zu 700 Stufen sind keine Seltenheit und leider auch kleinere Banden, denen man einen Obolus für ein ‚sicheres Passieren’ auf diesen steilen Wegen zahlen muss.
Wir bekommen nicht allzu viel von Caracas zu sehen; liegt es an der hohen Kriminalität, vor der uns die Reiseleiter schützen wollen? Oder ist das Stadtzentrum noch schlimmer anzuschauen? Uns erzählt man von Unruhen nach den Bürgermeisterwahlen, die es nicht opportun erscheinen lassen, allzu weit ins Zentrum vorzudringen.
Wir besichtigen das Pantéon National , in welchem der Befreier Simon Bolivar seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Er ist überall präsent in der Stadt, und so verwundert es auch nicht, dass eine alte Villa aus der Kolonialzeit heute als Museo de Arte Colonial den Besuchern erhalten ist, weil Bolivar hier seine letzte Nacht in Venezuela verbracht hat. Die Räume und das Mobiliar der Villa wirken allerdings etwas lieblos und ungepflegt.
Venezuela ist nicht das Land, in das wir noch einmal reisen würden – die Stimmung ist bedrückend, deprimierend. Fast alle Fenster und Balkone der Häuser, die wir sehen, sind vergittert, weil sowohl von oben als auch von unten Einbrecher kommen können. „Die Guten sitzen in Käfigen, und die Gangster laufen draußen frei herum“, sagte unsere Reiseleiterin.
Auch wenn wir eine Wirtschaftskrise haben oder befürchten – wir wohnen in einem tollen Land und sollten dies nicht vergessen!
Am frühen Morgen schälen sich langsam aus den Wolken hohe Berge – wir nähern uns dem Hafen La Guaiara und blicken auf die Küste Venezuelas.
Der Anlegevorgang ist nicht einfach und auch der Zugang an Land wird offenbar nicht ganz so schnell und unkompliziert gestattet wie in all den anderen Ländern zuvor. Wir werden als Touristen zwar wahrgenommen, aber nicht besonders willkommen geheißen. Das Land hat viele Probleme, nicht erst in den letzten 5 Jahren, in denen Chavez das Regiment führt. Obwohl Venezuela aufgrund seiner Erdölvorkommen das reichste Land Südamerikas ist, hat die Bevölkerung wenig von diesem Reichtum.
Da es nicht empfehlenswert ist, hier auf eigene Faust loszuziehen, fahren viele Busse mit Passagieren der Amadea ins 20km entfernte Caracas, die Hauptstadt Venezuelas. Die Heiligen Drei Könige werden auch hier mit einem Feiertag geehrt, so dass wir schnell vorankommen und nicht im legendär dichten Verkehr stecken bleiben.
Unterwegs bekommen wir einen ersten Eindruck von der Armut der Venezolaner: Überall an den Hängen der Berge kleben kleine Hütten und Bretterbuden, jederzeit vom Abrutschen bedroht – so wie vor einigen Wochen, als es hier tagelang ohne Unterlass regnete.
Der Grund und Boden gehört dem Staat, doch sobald ein Dach auf der Hütte ist, können sich die Bewohner als Besitzer des ‚Hauses’ eintragen lassen. Oft führen nur endlos lange Treppen zu diesen Hütten; bis zu 700 Stufen sind keine Seltenheit und leider auch kleinere Banden, denen man einen Obolus für ein ‚sicheres Passieren’ auf diesen steilen Wegen zahlen muss.
Wir bekommen nicht allzu viel von Caracas zu sehen; liegt es an der hohen Kriminalität, vor der uns die Reiseleiter schützen wollen? Oder ist das Stadtzentrum noch schlimmer anzuschauen? Uns erzählt man von Unruhen nach den Bürgermeisterwahlen, die es nicht opportun erscheinen lassen, allzu weit ins Zentrum vorzudringen.
Wir besichtigen das Pantéon National , in welchem der Befreier Simon Bolivar seine letzte Ruhestätte gefunden hat. Er ist überall präsent in der Stadt, und so verwundert es auch nicht, dass eine alte Villa aus der Kolonialzeit heute als Museo de Arte Colonial den Besuchern erhalten ist, weil Bolivar hier seine letzte Nacht in Venezuela verbracht hat. Die Räume und das Mobiliar der Villa wirken allerdings etwas lieblos und ungepflegt.
Venezuela ist nicht das Land, in das wir noch einmal reisen würden – die Stimmung ist bedrückend, deprimierend. Fast alle Fenster und Balkone der Häuser, die wir sehen, sind vergittert, weil sowohl von oben als auch von unten Einbrecher kommen können. „Die Guten sitzen in Käfigen, und die Gangster laufen draußen frei herum“, sagte unsere Reiseleiterin.
Auch wenn wir eine Wirtschaftskrise haben oder befürchten – wir wohnen in einem tollen Land und sollten dies nicht vergessen!
Montag, 5. Januar 2009
Grenada
Grenada
Die Ureinwohner nannten ihre Insel ‚das Paradies’ – und wir wissen jetzt, was sie damit meinten.
Grenada ist eine Insel, auf der es tatsächlich an jeder Ecke herrlich nach gewürzen duftet; sie wird auch heute gerne ‚die Gewürzinsel’ genannt. Von hier werden in alle Welt v.a. Muskatnüsse, Kakao, Zimt, Lorbeer und Safran exportiert. Leider hat der letzte Hurrikan 85% aller Muskatnussbäume zerstört, d.h. sie wurden entwurzelt, sie gehören nämlich gar nicht in diese Gegend und sind als Flachwurzler eher ungeeignet. Nun muss mühsam wieder angepflanzt werden.
Auf unserer Entdeckungstour durch den Süden der Insel hatten wir das unwahrscheinliche Glück, eine tolle Reiseleiterin namens Uschi (aus Berlin) zu erwischen. Sie lebt seit 24 Jahren auf der Insel und hat sich auf die Naturheilpflanzen spezialisiert. Unglaublich, was sie alles erzählen und zeigen konnte. Demnächst gibt sie auch ein Buch heraus und hat uns versprochen, per e-mail und Newsletter unser Wissen über die Kräfte der Pflanzen zu mehren!
Eine informative Seite über Grenada soll übrigens sein:
www.Grenadaexplorer.com
Die Insel wurde zwar von Hurrikans böse heimgesucht, dennoch macht sie einen freundlichen Eindruck und zeigt, dass ihre Bewohner zahlreich zum Mittelstand gehören. Die Kriminalitätsrate ist die geringste der gesamten Karibik; es gibt so gut wie keine Moskitos, dafür aber wunderbare Strände. Für uns durchaus eine Insel, die man wieder besuchen sollte.
In einem ‚Herb and Spice Garden’ bekamen wir unzählige Pflanzen zu sehen, die wir zwar alle kennen, doch oft nicht erkennen würden. Oder wisst ihr, wie ein Zimtbaum aussieht? Und dass man eigentlich die Rinde dieses Baumes bekommt, wenn man Zimt benutzt?!
Kurz bevor wir wieder an Bord gingen, bummelten wir noch über eine Art Markt, die praktischerweise gleich an der Anlegestelle zu finden war. Und wer sagt es: Ich habe mein Kleid gefunden, in dem ich jetzt die Südseenächte feiern werde! (Bild folgt)
Die Ureinwohner nannten ihre Insel ‚das Paradies’ – und wir wissen jetzt, was sie damit meinten.
Grenada ist eine Insel, auf der es tatsächlich an jeder Ecke herrlich nach gewürzen duftet; sie wird auch heute gerne ‚die Gewürzinsel’ genannt. Von hier werden in alle Welt v.a. Muskatnüsse, Kakao, Zimt, Lorbeer und Safran exportiert. Leider hat der letzte Hurrikan 85% aller Muskatnussbäume zerstört, d.h. sie wurden entwurzelt, sie gehören nämlich gar nicht in diese Gegend und sind als Flachwurzler eher ungeeignet. Nun muss mühsam wieder angepflanzt werden.
Auf unserer Entdeckungstour durch den Süden der Insel hatten wir das unwahrscheinliche Glück, eine tolle Reiseleiterin namens Uschi (aus Berlin) zu erwischen. Sie lebt seit 24 Jahren auf der Insel und hat sich auf die Naturheilpflanzen spezialisiert. Unglaublich, was sie alles erzählen und zeigen konnte. Demnächst gibt sie auch ein Buch heraus und hat uns versprochen, per e-mail und Newsletter unser Wissen über die Kräfte der Pflanzen zu mehren!
Eine informative Seite über Grenada soll übrigens sein:
www.Grenadaexplorer.com
Die Insel wurde zwar von Hurrikans böse heimgesucht, dennoch macht sie einen freundlichen Eindruck und zeigt, dass ihre Bewohner zahlreich zum Mittelstand gehören. Die Kriminalitätsrate ist die geringste der gesamten Karibik; es gibt so gut wie keine Moskitos, dafür aber wunderbare Strände. Für uns durchaus eine Insel, die man wieder besuchen sollte.
In einem ‚Herb and Spice Garden’ bekamen wir unzählige Pflanzen zu sehen, die wir zwar alle kennen, doch oft nicht erkennen würden. Oder wisst ihr, wie ein Zimtbaum aussieht? Und dass man eigentlich die Rinde dieses Baumes bekommt, wenn man Zimt benutzt?!
Kurz bevor wir wieder an Bord gingen, bummelten wir noch über eine Art Markt, die praktischerweise gleich an der Anlegestelle zu finden war. Und wer sagt es: Ich habe mein Kleid gefunden, in dem ich jetzt die Südseenächte feiern werde! (Bild folgt)
Martinique
Martinique – die Schöne
Kontrastprogramm war heute auf Martinique angesagt; eine Insel, die zwar in der Karibik liegt, aber zum europäischen Kontinent, nämlich zu Frankreich, gehört. Mit allem, was dazu zählt: Euro, Sprache, Rechtsverkehr, Schulbildung… Trotz alledem hat Martinique eine Menge karibischen Charme, verbindet europäische Ordnung mit den Farben und Tönen der Karibik.
Gleich am Pier werden wir mit Steelband begrüßt und erhalten von farbenfroh gekleideten Damen Informationen über die Insel überreicht. Unser Bus nimmt uns mit auf eine Inseltour, durch Regen, Nebel und Sonnenschein – von der Karibikseite der Insel zur östlichen Atlantikseite und wieder zurück. Wir sehen den Reichtum der Insel, Bananenpflanzungen, Zuckerrohr und lernen die St James Rum-Destillerie kennen. Unsere Reiseführerin ist unerbittlich: Jeder muss zwei verschiedene Rum-Sorten probieren! Allerdings nehmen manche aus der Gruppe das sehr ernst und kippen gleich mehrere kleine Probiergläser zusammen, damit sich der Ausflug für sie wohl lohnt?!...
Schade, dass dieser Rum nicht der Rum ist, den Uli vor 5 Jahren von Martinique mitgebracht hatte – so kommen wir nicht in Versuchung, unser Reisegepäck vorzeitig zu vergrößern!
Martinique ist eine gut erschlossene Insel, die vor allem in ihrem nördlichen Teil viel Grün bietet; u.a. ist der tägliche Regenschauer, den wir – vielleicht weil Sonntag ist, gleich 2x mitbekamen – mit an der üppigen Vegetation schuld.
PS: Auf Wunsch eines einzelnen Herrn noch einmal die Karte unserer 1.Reiseetappe…
Kontrastprogramm war heute auf Martinique angesagt; eine Insel, die zwar in der Karibik liegt, aber zum europäischen Kontinent, nämlich zu Frankreich, gehört. Mit allem, was dazu zählt: Euro, Sprache, Rechtsverkehr, Schulbildung… Trotz alledem hat Martinique eine Menge karibischen Charme, verbindet europäische Ordnung mit den Farben und Tönen der Karibik.
Gleich am Pier werden wir mit Steelband begrüßt und erhalten von farbenfroh gekleideten Damen Informationen über die Insel überreicht. Unser Bus nimmt uns mit auf eine Inseltour, durch Regen, Nebel und Sonnenschein – von der Karibikseite der Insel zur östlichen Atlantikseite und wieder zurück. Wir sehen den Reichtum der Insel, Bananenpflanzungen, Zuckerrohr und lernen die St James Rum-Destillerie kennen. Unsere Reiseführerin ist unerbittlich: Jeder muss zwei verschiedene Rum-Sorten probieren! Allerdings nehmen manche aus der Gruppe das sehr ernst und kippen gleich mehrere kleine Probiergläser zusammen, damit sich der Ausflug für sie wohl lohnt?!...
Schade, dass dieser Rum nicht der Rum ist, den Uli vor 5 Jahren von Martinique mitgebracht hatte – so kommen wir nicht in Versuchung, unser Reisegepäck vorzeitig zu vergrößern!
Martinique ist eine gut erschlossene Insel, die vor allem in ihrem nördlichen Teil viel Grün bietet; u.a. ist der tägliche Regenschauer, den wir – vielleicht weil Sonntag ist, gleich 2x mitbekamen – mit an der üppigen Vegetation schuld.
PS: Auf Wunsch eines einzelnen Herrn noch einmal die Karte unserer 1.Reiseetappe…
Samstag, 3. Januar 2009
Dominica
Liebes Logbuch!
Unser Kapitän wird immer schneller! Gut eine Viertelstunde vor der angekündigten Zeit haben wir heute früh in Roseau, der Hauptstadt Dominicas, angelegt. Diese Insel präsentiert sich mit üppigem Grün, viel Regen und 365 Flüssen – wobei die meisten davon bei uns eher unter ‚Bach’ eingeordnet würden. Aber so kommt auf jeden Tag des Jahres ein Fluss – ausgenommen dem 3.November, dem Unabhängigkeitstag. Genau vor 30 Jahren, nämlich 1978, wurde Dominica in die Unabhängigkeit entlassen, ist aber Mitglied des British Commonwealth. Eine wechselvolle Geschichte, zeitweise unter französischer, zeitweise unter britischer Herrschaft, hat die Insel und ihre Bewohner geprägt. Sie sprechen Englisch und Kreolisch, und die alten Ureinwohner, die Caribean Indians, von denen es auch noch einige gibt, haben eine eigene Sprache. Dominica kann keine weißen Strände bieten – daher ist sie wohl auch von den großen Tourismusströmen (noch) verschont geblieben.
Ganz anders als auf Antigua haben hier die Menschen ihr Leben eingerichtet; die Straßen sind in gutem Zustand, die Häuser ebenfalls. Es werden Bananen exportiert und Rum destilliert – heute Abend kommt eine Steel Band an Bord und wir werden eine Rhum-Party feiern!
Unser heutiger Ausflug führte uns quer über die Insel, nach Portsmouth – der anderen Hauptstadt (welche Insel hat schon zwei davon?!) ; die Küsten sind rau und oft steinig, manchmal aber auch aus schwarzem Sand. The ‚Purple Turtle’ ist ein solcher Strand; dort haben wir eine Pause eingelegt und einem kleinen Jungen dabei zugesehen, der recht einfallsreich mit Hilfe einer Palme, einem Seil und Bambusstock eine perfekte Wassersprung-Anlage besaß. Der gespendete Dollar von Uli ermunterte ihn dann noch zu einer ganz besonders akrobatischen Vorführung.
Auf Dominica erwartet diesen Jungen eine gute Schulbildung; er lebt gesund und hat gute Aussichten, 100 Jahre alt zu werden. Immerhin gibt es 24 Menschen hier, die über 100 Jahre alt sind.
Eigentliches Ziel unseres Ausfluges aber war der Indian River, der tiefste Fluss der Insel, der an einigen Stellen bis zu 4m tief ist. Er gehört einem der drei Nationalparks an; überhaupt ist Dominica sehr darauf bedacht, Umweltschutzgedanken zu propagieren! In einem kleinen Boot (mit 8 Personen) wurden wir durch den Regenwald gerudert; unser Guide allerdings hatte wohl in Venedig bei den Gondoliere sein Handwerk gelernt; effektiv auf jeden Fall.
Wenn wir nicht einen ausgemachten Kotzbrocken an Bord gehabt hätten, wäre der Ausflug perfekt gewesen. So aber musste man sich bemühen, die andauernde Meckerei dieses Menschen zu überhören…L
Unser Kapitän wird immer schneller! Gut eine Viertelstunde vor der angekündigten Zeit haben wir heute früh in Roseau, der Hauptstadt Dominicas, angelegt. Diese Insel präsentiert sich mit üppigem Grün, viel Regen und 365 Flüssen – wobei die meisten davon bei uns eher unter ‚Bach’ eingeordnet würden. Aber so kommt auf jeden Tag des Jahres ein Fluss – ausgenommen dem 3.November, dem Unabhängigkeitstag. Genau vor 30 Jahren, nämlich 1978, wurde Dominica in die Unabhängigkeit entlassen, ist aber Mitglied des British Commonwealth. Eine wechselvolle Geschichte, zeitweise unter französischer, zeitweise unter britischer Herrschaft, hat die Insel und ihre Bewohner geprägt. Sie sprechen Englisch und Kreolisch, und die alten Ureinwohner, die Caribean Indians, von denen es auch noch einige gibt, haben eine eigene Sprache. Dominica kann keine weißen Strände bieten – daher ist sie wohl auch von den großen Tourismusströmen (noch) verschont geblieben.
Ganz anders als auf Antigua haben hier die Menschen ihr Leben eingerichtet; die Straßen sind in gutem Zustand, die Häuser ebenfalls. Es werden Bananen exportiert und Rum destilliert – heute Abend kommt eine Steel Band an Bord und wir werden eine Rhum-Party feiern!
Unser heutiger Ausflug führte uns quer über die Insel, nach Portsmouth – der anderen Hauptstadt (welche Insel hat schon zwei davon?!) ; die Küsten sind rau und oft steinig, manchmal aber auch aus schwarzem Sand. The ‚Purple Turtle’ ist ein solcher Strand; dort haben wir eine Pause eingelegt und einem kleinen Jungen dabei zugesehen, der recht einfallsreich mit Hilfe einer Palme, einem Seil und Bambusstock eine perfekte Wassersprung-Anlage besaß. Der gespendete Dollar von Uli ermunterte ihn dann noch zu einer ganz besonders akrobatischen Vorführung.
Auf Dominica erwartet diesen Jungen eine gute Schulbildung; er lebt gesund und hat gute Aussichten, 100 Jahre alt zu werden. Immerhin gibt es 24 Menschen hier, die über 100 Jahre alt sind.
Eigentliches Ziel unseres Ausfluges aber war der Indian River, der tiefste Fluss der Insel, der an einigen Stellen bis zu 4m tief ist. Er gehört einem der drei Nationalparks an; überhaupt ist Dominica sehr darauf bedacht, Umweltschutzgedanken zu propagieren! In einem kleinen Boot (mit 8 Personen) wurden wir durch den Regenwald gerudert; unser Guide allerdings hatte wohl in Venedig bei den Gondoliere sein Handwerk gelernt; effektiv auf jeden Fall.
Wenn wir nicht einen ausgemachten Kotzbrocken an Bord gehabt hätten, wäre der Ausflug perfekt gewesen. So aber musste man sich bemühen, die andauernde Meckerei dieses Menschen zu überhören…L
Antigua
Liebes Logbuch!
Eine unvergessliche Silvesternacht liegt hinter uns. Die letzten beiden Gänge des Gala-Dinners haben wir nicht mehr geschafft, aber dafür einen relativ stillen Platz ergattert, an der wir diese besonderen Momente erleben wollten. Das (wievielte?) Glas Sekt in der Hand, unsere Flaschenpost griffbereit, warteten wir darauf, dass der Kapitän mit der eigens herbei geholten Schiffsglocke das Neue Jahr einläutete. Ein sehr feierlicher Augenblick, in dem wir unser ganz persönliches Zwiegespräch hielten.. Dann wurden die Lichter an Deck gelöscht, damit das ‚kleine Feuerwerk’ besser zu sehen sein würde. Ein Himmel mit Millionen von Sternen übersät wölbte sich über uns, Orion war gut zu erkennen und zusammen mit der milden karibischen Luft erfasste uns ein Gefühl von Unendlichkeit.
Bald darauf starteten die Bord-Feuerwerker ihre Vorführung, die alle unsere Erwartungen übertraf: Habt ihr schon mal ein Neujahrsfeuerwerk erlebt, das über eine halbe Stunde dauerte?!! Und nur für euch gezündet war?! Mitten auf dem Atlantik sprühte und feuerte die ‚Amadea’, was das (Feuer)Zeug her gab!! Das Jahr 2009 hat begonnen, unvergesslich und hoffentlich auf uns alle mit vielen positiven Erlebnissen wartend..
Doch nun ist schon der 2.Tag des neuen Jahres angebrochen:
Land in Sicht! Endlich! Antigua, unsere erste karibische Insel begrüßt uns mit grauen Wolken und schwüler Wärme. Doch wie so oft in diesen Breiten , sind die Wolken schnell wieder verzogen und blauer Himmel erinnert uns an unseren Aufenthalt von vor 2 Jahren.
Gleich vor uns legt die Carnival Victory an; wir fühlen uns plötzlich sehr klein – und sehr wohl auf unserer MS Amadea!! Wer möchte auf einem solchen schwimmenden Giganten schippern??? Aber das ist natürlich Ansichtssache, wir bevorzugen unsere Amadea, die wir inzwischen richtig lieb gewonnen haben. So mancher Passagier selbst der MS Deutschland oder Europa, der derzeit auf der Amadea reist, lobt ihre Vorzüge.
Antigua ist immer noch charmant, bunt, laut und uselig! Uli würde am liebsten erst einmal alle Bewohner zum Aufräumen abkommandieren, doch ist die karibische Mentalität für unsere Vorstellungen von aufgeräumten Straßen und Gärten wohl nicht geeignet. Am Vormittag haben wir einen Ausflug gebucht und werden mit einem kleinen Bus an einen Strand gebracht, wo wir eine Liege und einen Rum-Punsch offeriert bekommen. (Nach der Weltreise werden wir wohl den Anonymen Alkoholikern beitreten müssen!) Aber wenn ich ehrlich bin: man hätte auch Wasser haben können!
Hinein ins Meer!! Türkisblau und ganz in der Nähe des Strandes, den wir noch vom Cocos-Hotel kannten. Die Wassertemperaturen waren noch nicht ganz so hoch, wie ich es mir erhofft hatte, doch brannte die Sonne bereits heftig. Und man merkt wegen des angenehmen Windes meist erst hinterher, welche Stellen man beim Eincremen wohl doch nicht optimal erwischt hatte..
Am Nachmittag hatten wir noch genügend Zeit, einen Spaziergang durch St.John zu machen, wo Scharen von Amerikanern die Duty-Free-Shops stürmten. Ein Paar, mit dem wir uns in einem Cafe länger unterhielten, war fassungslos, dass man so lange wie wir auf einem Kreuzfahrtschiff bleiben könne!! Sie wollten so schnell wie möglich zurück nach Naples, Florida!
Inzwischen hat die Amadea wieder abgelegt und nimmt Kurs auf Dominica.
Eine unvergessliche Silvesternacht liegt hinter uns. Die letzten beiden Gänge des Gala-Dinners haben wir nicht mehr geschafft, aber dafür einen relativ stillen Platz ergattert, an der wir diese besonderen Momente erleben wollten. Das (wievielte?) Glas Sekt in der Hand, unsere Flaschenpost griffbereit, warteten wir darauf, dass der Kapitän mit der eigens herbei geholten Schiffsglocke das Neue Jahr einläutete. Ein sehr feierlicher Augenblick, in dem wir unser ganz persönliches Zwiegespräch hielten.. Dann wurden die Lichter an Deck gelöscht, damit das ‚kleine Feuerwerk’ besser zu sehen sein würde. Ein Himmel mit Millionen von Sternen übersät wölbte sich über uns, Orion war gut zu erkennen und zusammen mit der milden karibischen Luft erfasste uns ein Gefühl von Unendlichkeit.
Bald darauf starteten die Bord-Feuerwerker ihre Vorführung, die alle unsere Erwartungen übertraf: Habt ihr schon mal ein Neujahrsfeuerwerk erlebt, das über eine halbe Stunde dauerte?!! Und nur für euch gezündet war?! Mitten auf dem Atlantik sprühte und feuerte die ‚Amadea’, was das (Feuer)Zeug her gab!! Das Jahr 2009 hat begonnen, unvergesslich und hoffentlich auf uns alle mit vielen positiven Erlebnissen wartend..
Doch nun ist schon der 2.Tag des neuen Jahres angebrochen:
Land in Sicht! Endlich! Antigua, unsere erste karibische Insel begrüßt uns mit grauen Wolken und schwüler Wärme. Doch wie so oft in diesen Breiten , sind die Wolken schnell wieder verzogen und blauer Himmel erinnert uns an unseren Aufenthalt von vor 2 Jahren.
Gleich vor uns legt die Carnival Victory an; wir fühlen uns plötzlich sehr klein – und sehr wohl auf unserer MS Amadea!! Wer möchte auf einem solchen schwimmenden Giganten schippern??? Aber das ist natürlich Ansichtssache, wir bevorzugen unsere Amadea, die wir inzwischen richtig lieb gewonnen haben. So mancher Passagier selbst der MS Deutschland oder Europa, der derzeit auf der Amadea reist, lobt ihre Vorzüge.
Antigua ist immer noch charmant, bunt, laut und uselig! Uli würde am liebsten erst einmal alle Bewohner zum Aufräumen abkommandieren, doch ist die karibische Mentalität für unsere Vorstellungen von aufgeräumten Straßen und Gärten wohl nicht geeignet. Am Vormittag haben wir einen Ausflug gebucht und werden mit einem kleinen Bus an einen Strand gebracht, wo wir eine Liege und einen Rum-Punsch offeriert bekommen. (Nach der Weltreise werden wir wohl den Anonymen Alkoholikern beitreten müssen!) Aber wenn ich ehrlich bin: man hätte auch Wasser haben können!
Hinein ins Meer!! Türkisblau und ganz in der Nähe des Strandes, den wir noch vom Cocos-Hotel kannten. Die Wassertemperaturen waren noch nicht ganz so hoch, wie ich es mir erhofft hatte, doch brannte die Sonne bereits heftig. Und man merkt wegen des angenehmen Windes meist erst hinterher, welche Stellen man beim Eincremen wohl doch nicht optimal erwischt hatte..
Am Nachmittag hatten wir noch genügend Zeit, einen Spaziergang durch St.John zu machen, wo Scharen von Amerikanern die Duty-Free-Shops stürmten. Ein Paar, mit dem wir uns in einem Cafe länger unterhielten, war fassungslos, dass man so lange wie wir auf einem Kreuzfahrtschiff bleiben könne!! Sie wollten so schnell wie möglich zurück nach Naples, Florida!
Inzwischen hat die Amadea wieder abgelegt und nimmt Kurs auf Dominica.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Happy New Year, Miss Sophie!
und an alle, die wir kennen!
PS: Renate! Wir nehmen dein Angebot gerne an;)!!
PS: Renate! Wir nehmen dein Angebot gerne an;)!!
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